Triadengespräche als Methode des Wissens und Erfahrungstransfers: Die Evaluation einer Pilotanwendung
Zusammenfassung
Im Wissensmanagement steht die Entwicklung von Methoden, die den Wissensaustausch im Dialog unterstützen, noch am Anfang. Zu den dialogischen Verfahren gehört unter anderem das Triadengespräch. Das Triadengespräch ist ein narratives Verfahren zur Weitergabe personengebunden Wissens, an dem drei Personen in den Rollen des Experten, des Novizen sowie des Laien und Moderators teilnehmen. In der vorliegenden Studie wurden 32 Mitarbeiter eines international agierenden Technologieunternehmens zu Triadengesprächen befragt, die im Rahmen eines Pilotprojektes eingesetzt wurden. Es sollte beantwortet werden, wie nützlich der Einsatz von Triaden für den Transfer personengebundenen Wissens ist, wie hoch die Akzeptanz der Methode bei den Mitarbeitern ist und unter welchen Bedingungen die Methode erfolgreich eingesetzt werden kann.
Die mit einem Leitfaden durchgeführten Interviews wurden aufgezeichnet und transkribiert. Um eine quantitativ – deskriptive Auswertung der Daten vornehmen zu können, wurden die durchgeführten Interviews mit Hilfe eines Gruppenratings skaliert. Es zeigt sich, dass diese Wissensmanagementmethode bei den Befragten eine hohe Akzeptanz findet. Der Nutzen wird vor allem in der Vermittlung von Fach- und Organisationswissen gesehen, das vermittelte Wissen konnte zu einem großen Anteil von den Novizen bereits eingesetzt werden. Durch einen hohen Arbeitsdruck wird es aus Sicht der Befragten immer bedeutsamer auf schnellem, informellen Weg bestehende Wissenslücken schließen zu können. Diesen Anforderungen kann das Triadengespräch gerecht werden, da die Gesprächsstruktur eine direkte Rückkopplung mit dem Gesprächspartner ermöglicht und zudem nur ein geringer organisatorischer und finanzieller Aufwand notwendig ist, um diese Methode anzuwenden.