Koexistenz von face-to-face und virtueller Kommunikation beim netzwerkbasierten Ideentausch
Am Beispiel der Koordinationsgruppe eines interorganisationalen Netzwerks
Zusammenfassung
Bei der Frage nach der Wahl von Kommunikationsmitteln werden durch die technischen Weiterentwicklungen neue Antworten nötig. Im arbeitspsychologischen Kontext wurde untersucht, welchen Anteil computervermittelte Kommunikation bei der Bewältigung von Koordinationsaufgaben in einem virtuellen Netzwerk ausmachen und welche Probleme beim Übergang von direkter zur computervermittelten Kommunikation auftraten.
Als Grundlage dienten halbstrukturierte Interviews mit allen sieben Mitgliedern einer Gruppe dieses Netzwerks, deren Aufgabe in der Koordination der Netzwerkaktivitäten bestand. Untersucht wurde die Medienwahl bei der Bewältigung der Aufgaben der Koordinationsgruppe.
Die Charakterisierungen von Vor- und Nachteilen der direkten und computervermittelten Kommunikation entsprechen bisherigen Forschungs-ergebnissen. Für die Aufgaben bei der Koordinationsgruppe wurde die direkte Kommunikation bei Problemdiskussionen, für die Aufgabenverteilung in der Gruppe sowie zum Kennenlernen bevorzugt. Computervermittelte Kommunikation eignete sich bei rein sachlichen Fragen sowie für Arbeiten auf der virtuellen Plattform, die für den Ideentausch zur Verfügung stand.
Praktische Schlussfolgerungen bezogen sich u. a. auf die Notwendigkeit von Schulungen zur computervermittelten Kommunikation, insbesondere zur Arbeit mit der Internet-Plattform.