| 4.1 Das Sozialorientierte Netzwerk für Ideentausch als Untersuchungsgegenstand |
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Das Projekt
Sonet – Sozialorientiertes Netzwerk für Ideentausch
2 (Vollmer, Lehmann, Ostendorp & Wehner, 2003) setzte sich zusammen aus kleinen und mittleren Betrieben aus Produktion, Dienstleistung, Gewerbe und Verwaltung. Ziel war der organisationsübergreifende Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ideen. An die betrieblichen Verbesserungsprozesse anknüpfend sollten Mitarbeitende aus den Mitgliedsorganisationen betriebs-, branchen- und hierarchieübergreifend Fragen und Antworten tauschen. Dazu wurde eine Internet-Plattform zur Verfügung gestellt sowie f2f-Treffen zum direkten Erfahrungsaustausch organisiert. Der Wissenstausch erstreckte sich damit von der Weitergabe von Checklisten bis zur gemeinsamen Entwicklung von Innovationsvorhaben. Nutzenpotenziale wurden insbesondere darin gesehen, dass bei Problemen, mit denen die Betriebe in ähnlicher Weise konfrontiert sind (bspw. Mitarbeitereinführung, Innovationsmanagement, Umweltschutz), unterschiedliche Sichtweisen aufgrund der Heterogenität der Mitgliedsorganisationen zusammen kommen und auf diese Weise kreative Lösungen jenseits herkömmlicher, routinierter Denkmuster entstehen. Der Ideentausch sollte allen Mitarbeitenden offenstehen und hierarchie-übergreifend stattfinden. Hierarchien und Formalitäten als Innovationshürden (Anderson & King, 1993) sollten so überwunden werden. Als Netzwerk-Tool stand eine Internet-Plattform zum interorgansiationalen Projektmanagement (www.webcorp.ch) zur Verfügung, die während der Projektlaufzeit um Tools zum Ideentausch erweitert wurde.
Die
Koordination des Ideentausches und der Plattformgestaltung (Regelerstellung für den Tausch, Erfa-Tagungen (Erfahrungsaustausch) etc.) erfolgte in einer
Koordinationsgruppe. Sie setzte sich zusammen aus Vertretern aller Projektteilnehmer, den Mitgliedsorganisationen, verschiedenen Verbänden zur Thematik des Ideenmanagements, den beteiligten Forschungsinstituten und der Projekt¬leitung. Die Zusammenarbeit erfolgte sowohl durch persönliche Meetings als auch virtuell über die Internet-Plattform. Insofern erschien die Koordinationsgruppe als Forschungsfeld geeignet.
2 Förderung durch die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Schweizerischen Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), Nr. 5126.2 KTS; Sponsoring: Zürcher Kantonalbank (ZKB); Projektlaufzeit: 2001-2003.