| Erwerbsarbeit verändert sich derzeit organisatorisch wie inhaltlich in starkem Maße. Kriterien dafür, was heute „gute“ Arbeit ist, können nicht einfach aus der traditionellen industriellen Arbeit in neue Formen von Dienstleistungs-, Wissens- und freiberuflicher Arbeit übertragen werden. Das vorzustellende Forschungsprojekt ermittelt Motive guter Arbeit durch den Vergleich verschiedener Formen von Tätigkeit aus der subjektiven Sicht der Arbeitenden.
In einer explorativen Studie wurden mit Hilfe narrativer Grid-Interviews die subjektiven Repräsentationen zum Thema Arbeit bei frei-gemeinnützig (ehrenamtlich) tätigen Menschen untersucht. Dabei wurde die Erfahrung frei-gemeinnütziger Tätigkeit mit den Erfahrungen in anderen Formen der Arbeitstätigkeit kontrastiert. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde ermittelt, welche Motive denen anderer Formen von Arbeit ähnlich sind und wodurch freiwillige Arbeit sich von diesen unterscheidet. Dabei wurden insbesondere Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wahrnehmung von freiwilliger Arbeit und Erwerbsarbeit herausgearbeitet. Es zeigt sich, aus welchen subjektiven und biographischen Motiven heraus Menschen einer frei-gemeinnützigen Arbeit nachgehen. Auch das Verhältnis verschiedener Arbeitstätigkeiten zu den Idealvorstellungen von Arbeit ist aufschlussreich und wird dargestellt.
Gleichzeitig erschienen als: Zürcher Beiträge zur Psychologie der Arbeit, Heft 1/2009. |